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Nature and Spirit

Only few men temper with their stars.

Meine Anliegen

Alles ist Wechselwirkung. Das erkannte u.a. Alexander v. Humboldt. Weitaus schwieriger ist es, im Vorfeld abzusehen, welche Resultate Wechselwirkungen erzeugen, in Relation zu den Wahrnehmenden und Betroffenen. Oft werden wir erst aus gravierendem Schaden klug und werden uns dann bewusst:

Alles, was wir tun, hat seinen Preis und seinen Wert.

Die Kunst im Laufe des Lebens besteht darin, die Relation und den Unterschied zwischen beiden gut zu erkennen und so weit wie möglich passend zu justieren. Dabei werde ich unweigerlich überraschende Erfahrungen machen und Erkenntnisse gewinnen. Die mich dazu aufrufen mir klar zu werden, wer ich im Moment bin und welchem Lebensentwurf ich bewusst folgen will: Einem blind kapitalistischen, in dem ein möglichst hoher oder niedriger Preis einen wichtigen Wert an sich hat, um in jener Welt einen Erfolg auf egozentrischer Basis zu haben?

Oder folge ich ausreichend bleibenden Werten, um mich immer wieder zu fragen: In welchem Kontext und mit welchen Menschen kann ich diese Werte aufbauen und halten und welchen Preis hat das individuell und kollektiv?

Die Wirtschaft hat eine entscheidende Mittlerrolle zwischen dem Großen Ganzen, das oft als Spiritualität bezeichnet wird, und dem einzelnen Menschen.

Oikos altgriechisch heißt einfach Haus. Das wir in Ordnung halten wollen und sollen. Hier begegnen sich auch Ökologie und Ökonomie! Nomos steht für die Gesetze und Logos steht für den Geist. Fundamentale Probleme unserer menschlichen Spezies sind durchaus auch darauf zurückzuführen, dass diejenigen, die Gesetze auf den Weg bringen, oft zu wenig Resonanzraum für den Mut und den erfrischenden Geist aufweisen, so dass sinnvolle Gesetze zur entsprechenden Zeit verabschiedet werden. Diejenigen, die erfrischenden Geist verbreiten, sind wiederum nicht in der Position, den Lauf der Dinge entscheidend zum Besseren hin zu ändern. Und sind sie es, werden sie von den Kleingeistern in Zaum gehalten.

Wollen wir als Spezies wieder glaubhaft werden und die Würde und Vielfalt unserer Erde und von uns Menschen weltweit zurückgewinnen, geht es auch darum, eine demokratisch-ethische Wirtschaftsform zu verwirklichen, die u.a. Christian Felber (Gemeinwohloekonomie) und Kate Raworth (Die Donut Ökonomie) vorskizziert haben. Solche Modelle gilt es, sinnvoll flexibel abgewandelt vor Ort, konsequent umzusetzen und bei Bedarf zu modifizieren. Ohne dass fundamentale Prinzipien verletzt werden.

Bei diesen mitunter schmerzhaften Transformationsprozessen kommt auch unserer Innenwelt eine große Bedeutung zu. Die hermetische Philosophie formulierte bereits vor Jahrtausenden: Wie außen, so innen. Wie oben, so unten. Das, was wir innerlich reflektiert, aufgeräumt, geklärt und veredelt haben, tritt uns ab einer gewissen Zeit in Form einer genauso aufgeräumten harmonischen Außenwelt entgegen. Denn das, was ich erkenne und fühle, zieht unweigerlich entsprechende Aktionen nach sich. Individuell und kollektiv.

 

Dementsprechend lautete das Motto des griechischen Tempels in Delphi „Erkenne dich selbst“. In all deinen momentanen Licht- und Schattenseiten. Wollen wir dieser mutigen Maxime folgen, ist es notwendig, sowohl ethisch fundiertes, wissenschaftlich kritisches Denken und Vorgehen als auch sinnvoll angewandte ganzheitlich-symbolische Erkenntnismethoden wie Astrologie, Alchemie, Kabbala etc. bewusst zu verwenden.

Bewusst heißt in diesem Kontext, Grenzen und Möglichkeiten einer jeden Methode in Bezug auf sich selbst zu akzeptieren und eine momentane Auswahl zu treffen.

Da letztlich der Mensch zählt, sollte ich auch bewusst die Person auswählen, mit der ich dieser Methode nachgehe. Denn die Vermittlung durch den Menschen kommt der verantwortungsvollen Tätigkeit eines Übersetzers gleich. Dessen Bewusstheit und Unbewusstheit fließen mit ein in den Prozess der Vermittlung.

Meine eigene Bewusst- und Unbewusstheit erschafft dann den Prozess des umfassenden Verstehens. Waere ich schon vollkommen, erübrigt sich die Inkarnation.

 

Bei aller Erkenntnis im Aussen kreisen wir letztlich immer wieder um uns selbst, wie in einem Labyrinth. Im besten Fall gibt es im Zentrum keinen Minotaurus mehr, der unschuldige Opfer braucht. Das ist aber erst dann der Fall, wenn unser System an sich gewandelt wurde. Individuell und kollektiv.

Wandel definiere ich bewusst im Sinne C.G. Jungs: Erleuchtung heißt nach C.G. Jung, nicht naiv ins Licht zu schauen (und nicht zu merken, wie sehr ich selbst noch im Dunklen sitze), sondern Licht ins Dunkel zu bringen. Was man da sieht, ist nicht nur erbaulich. Es beinhaltet aber auch die Heraus-forderung, wieder zu dem Menschen zu werden, der wir sein könnten!

Die letzte Zeit hat eine ungeheure Zunahme an immer besseren, tiefgreifenden und effektiven Methoden hervorgebracht. Dank fitter engagierter Leute, die Methoden auch kombinieren und nicht nur dogmatisch einer Schule folgen. Das stimmt mich inzwischen optimistisch. Wenn wir dann noch so weit kommen, dass Kranken- zu Gesundheitskassen mutieren, die solche Kurse/Sitzungen wenigstens teilweise bezahlen, kommen wir auch kollektiv ein gutes Stück weiter.

 

Doch zurück zu den zwei sich oft bekämpfenden Methoden von Wirklichkeitserfassung:

Bislang werden jene zwei Erkenntnismethoden – wissenschaftlich und hermetisch - streng voneinander unterschieden. Allenfalls die Quantenphysik hat uns vermittelt, dass der Standpunkt des Beobachters das Beobachtete mitbestimmt und Licht sowohl als Teilchen als auch als Welle erscheinen kann.

Ob wir wollen oder nicht, wir sind immer in ein Geschehen involviert. Und sehen meist das, was wir sehen wollen. Und absolute Objektivität ist nur eine Illusion. Bzw. eine meist nichtssagende Neutralität. Mit anderen Worten: Die streng trennende, auf ein entweder-oder fixierte duale Weltsicht erübrigt sich hiermit als einziges Modell von Wirklichkeitserfassung.

Was nicht heißt, mitunter auf ein klares entweder oder zurückzugreifen!

Die herrschenden neutralisierenden akademischen Wissenschaften lehnen meistens Disziplinen wie Astrologie, Tarot, Kabbala, Traumdeutung etc. als komplett unseriös ab. Dabei vergessen wir oft, dass in beiden Weltsichten es reife und unreife, geniale und (noch) nicht so geniale Menschen mit mehr oder weniger Erfolg im Außen gibt. Und der aeussere Erfolg sowieso nicht das Maß aller Dinge ist. Der Chemiker Kekule kam durch einen intensiven Traum auf die Kreisstruktur des Benzolrings. Wirklich gute kreative Wissenschaftler sind mit ihrem Unbewussten und ihrer Intuition verbunden, auch ohne hermetische Techniken zu nutzen. Hier wie dort gibt es Menschen, die ihre eigene Autorität über andere missbrauchen. Bewusst oder unbewusst.

Wollen wir Mensch bleiben, d.h. ein potenziell einsichtsfähiges und fehlbares Wesen, das seinen Platz in der Welt sucht und dabei auch Fehler machen kann und soll – denn nur dadurch reifen wir nachhaltig - , dann sollten wir uns immer wieder aus der Falle einer totalen Verurteilung, einer totalen Identifikation und einer totalen Neutralisierung befreien wollen. Denn damit bleibe ich in einem entweder-oder bzw. in einem emotionslosen oder ueberemotionalen Raum so gefangen, dass ich erst recht Opfer des Schattens werde.Oder ihn nicht beizeiten in gesunde Schranken weise. Jüngstes Beispiel dafür ist die öffentliche metoo Debatte. Natürlich müssen Regisseure wie Weinstein, Wedel und andere Brachialmachos zur Rechenschaft gezogen werden. Aber wir dürfen nie vergessen, dass um der Rolle sprich der Eitelkeit willen sehr viele Schauspielerinnen das Spiel mitgemacht und nicht zeitnah den Mund aufgemacht haben.

Genau so wenig wie das aus Frauen und Männern bestehende Filmteam um Wedel herum sein Mundwerkzeug wirksam gebraucht hat. Um des Erfolgs willen und um mit dem Chef keinen Ärger zu bekommen. Wir sind hier wohlgemerkt nicht mehr in den verklemmten Fünfzigern und Anfang der Sechziger! Dass so etwas so lange laufen konnte, zeigt den emotional-geistigen „Reifestand“ aller Mitbeteiligten und ist ein ziemliches Armutszeugnis. Das diese Mitbeteiligten sich wahrscheinlich immer noch nicht wirklich ausstellen lassen wollen….

Unsere Welt läuft immer noch nach dem Prinzip der griechischen Tragödie: Alle tragen ihren ausgeblendeten Anteil in sich und damit mit dazu bei, so dass aus allen unreflektierten Anteilen eine ziemlich unerfreuliche klebrige Masse von gegenseitiger Abhängigkeit unter dem Segel des Erfolgs entsteht, die bald ein ungehemmtes Eigenleben in Bezug auf Schweigen, Duldung, Mittäterschaft und Täterschaft erzeugt. Wie der Minotaurus im Labyrinth von Kreta….Der wahre Hintergrund – die eigene oder vererbte Verstrickung - wird dabei immer noch weitgehend ausgeklammert. Und wirklich klug werden im Nachhinein auch nur Wenige, denn da müssten sich diese ja ihr vorheriges Scheitern eingestehen….Doch genau das kann der Beginn einer konstruktiven Welt und Weltsicht sein!

 

Das Leben ist eine Baustelle und nach dem Spiel ist vor dem Spiel

Alle sind wir regelmäßig dazu aufgerufen, uns selbst und die Umstände reflektierend zu prüfen. Ist das, was wir tun, wirklich gut? Für uns selbst und andere? Wo liegt die gesunde Mitte? Denn zu viel des Guten ist auch nicht gut! Ab einem gewissen Punkt kippt alles in sein Gegenteil. Es geht immer wieder darum im Leben, eine gesunde Balance zu erreichen und Ungleichgewichte auszugleichen. Ich brauche aber auch eine gewisse Dynamik im Leben und ein Ungleichgewicht, um wieder neu in Bewegung und in Erkenntnisprozesse zu kommen. Ständiges Gleichgewicht ohne echte Herausforderung ist eine Art langweilige Stagnation. Und stehendes Wasser läuft Gefahr zu faulen.

So, wie Textilien für ihre Entstehungsprozess einen waagrechten und senkrechten Faden brauchen, so gibt es auch eine waagrechte und senkrechte Weltsicht, die sich im Grunde optimal ergänzen. Text und Textilien hängen etymologisch zusammen. Es gibt u.a. einen Faden des Lebens, einen Ariadne-Faden, der Theseus ins Labyrinth hinein und wieder herausführte. Die drei Schicksalsgöttinnen der Antike spannen, bemaßen und schnitten den jeweiligen Lebensfaden ab. Das sind Urbilder in unserer Seele.

Die uns dazu aufrufen, selbst unsere Seele im Laufe des Lebens zu erkunden, um nach Sondierung der Licht- und Schattenseiten erstaunt festzustellen, wie großartig die menschliche Psyche eigentlich ist. Letztlich verwoben mit allen Lebewesen um uns.

 

 

Dass es um unsere Seele oft nicht mehr so gut bestellt ist, zeigt mein Artikel über die Individualsystemik. (Link) Ob wir wollen oder nicht, wir sind alles Produkte einer oft nicht so erfreulichen Vergangenheit, die sich in familiären und gesellschaftlichen Verwerfungen spiegelt. Aeusserer und innerer Natur. Auch dann, wenn wir an die Reinkarnation glauben oder sogar um sie wissen.

 

Tatsache ist, das Yin, das archetypisch weiblich-kreative Lebensprinzip, wird wie unser Heimatplanet Erde seit Jahrtausenden ausgebeutet. Das individualistische Yang, auf Aggression und Durchsetzung gepolt, hat viel zu sehr die Oberhand gewonnen, gestärkt seit Jahrtausenden durch patriarchale Religionen. Ich vertrete hier wohlgemerkt nicht den Standpunkt, Frauen seien besser als Männer. Es geht um die Rangordnung der Lebensprinzipien und darum, in welchen Bereichen welches Prinzip Regie führen sollte. Beide Geschlechter haben Yin und Yang Anteile in sich. Im Zuge der Naturphilosophie kann es meiner Meinung jedoch nicht darum gehen, dass Frauen sich vermännlichen oder neutralisieren, um im Hamsterrad unseres Erwerbslebens Erfolg zu haben. Oder sich wieder in die traditionelle Hausfrauenrolle begeben sollen. Es sei denn, eine Frau entscheidet sich bewusst dafür. Das menschliche Leben ist erst dann lebenswert, wenn wir immer wieder ausreichend Wahlmöglichkeiten zur Verfügung haben.

 

Mir geht es primär um die nachhaltige Darstellung und Vermittlung der Lebensprinzipien, die das Leben wieder lebenswert machen und die sich auch in der Astrologie spiegeln. In einer Astrologie, die auch die oft verloren gegangene Dimension konstruktiv matriarchaler Macht von Frauen aufscheinen lässt. Damit immer mehr Frauen aus der übertragenen Opferrolle aussteigen, ohne das männliche Modell zu kopieren. Das bedeutet wohlgemerkt nicht, dass Frauen über Männer herrschen sollen, sondern dass möglichst gebildete und bewusste Frauen ihre Yin Kraft und das Große Ganze entspannt-wach entdecken und entfalten und Männer, diese Yin Kraft auch in sich wahrnehmend, Frauen wach-kritisch spiegeln und umgekehrt. Dann kann ein wunderbarer Tanz entstehen, wie auf diesem Video erlebbar:

 

 

Wer es gern musikalisch mag: Auch spritzige Operettendialoge koennen Anregungen fuer den spannungsreichen Dialog zwischen Wunsch und Wirklichkeit sein. Hannah Elisabeth Mueller und Martin Mitterrutzner im hinreissend gesungenen Schwalbenduett. Die Ouvertuere kann dazu genutzt werden, spontan zu notieren, was das Thema Partnerschaft aktuell fuer Assoziationen hervorruft.

 

 

Beim selbstbestimmten und selbst erlebten Bewusstwerdungsprozess lösen sich Schattenanteile durch eigenes oder gegenseitiges ehrliches Reflektieren auf. Diesen Prozess sollte jeder Einzelne mit Mitgestaltern bewusst gestalten, wenn er nicht das Licht anderer verdunkeln oder im Schatten von anderen stehen will. Jede Transformation ist aber auch schmerzhaft und braucht Schutz. Deshalb kann es durchaus sinnvoll sein, eine Zeit lang sich im Schatten derjenigen aufzuhalten, die man bewusst als Mentor und Lehrer auswählt. Darum müssen die Lehrer selbst nicht einmal wissen. Das, was wir sehen und lesen, bildet sowieso bewusst und unbewusst die Grundlage unseres Lebens.

Der Mensch ist ein Geschoepf, das nicht in der Erde, sondern im Himmel wurzelt. Dieses Zitat von Platon kann auch Motivation sein, den eigenen himmlischen Anteil in Form verantwortungsbewusster Astrologie zur Kenntnis zu nehmen.

Sich selbst im eigenen Zeitrahmen unter der Linse astrologischer Archetypen bewusst kennen lernen, unter Einbeziehung des eigenen Geburtsbildes, dafür habe ich ein besonderes prozessorientiertes Curriculum entwickelt. Es ist sozusagen eine Horoskopumrundung der anderen Art. Interessenten können das Einstiegsmodul für 70 Euro begutachten und ganz nach Belieben die weiteren 5 Module (jeweils 120 Euro) integrieren. Ihr könnt den Prozess jederzeit unterbrechen oder aufhören. Mit dabei sind Literaturhinweise und auch Empfehlungen von ergänzenden Techniken spiritueller Trainerinnen, die ich selbst kenne und schätze. Da ich mit ihnen schon gearbeitet habe oder immer noch arbeite.

Meine Seiten und Angebote sollen Anstoß dazu sein, sich selbst, Natur und Geist ein Stück weit mehr auf die Spur zu kommen und dabei sich selbst, andere und das Große Ganze zu respektieren oder gar zu lieben, im Sinne einer kreativen Teilhabe.

Wissen sollte immer auch lebendig vermittelt werden. Daher gebe ich Seminare zu ausgesuchten Themen. Vor Ort oder auch mal in einem Webinar, das ich auf meiner Internetseite ankündige. Link zum Seminarangebot

Ich danke für die aufmerksame Lektüre meiner meist langen Texte, freue mich über alle Interessierten, die mich ernsthaft kontaktieren, auch mit der Absicht, bei mir etwas lernen zu wollen. Und sich mir dabei anvertrauen.

Im gemeinsamen Hinblick und Wirken darauf, uns selbst und damit unsere Mutter Erde wieder in eine gute Balance zu bekommen.

 

 

 

Hochaktuell bis auf Weiteres!

Saturn trifft Pluto im Steinbock oder Auftakt zu einer neuen Aera:
Nachhaltige Eindrücke von der vergangenen, gegenwärtigen und kommenden Zeit anlässlich des Astrologiekongresses „Reset Astrology“ am 11./12. Januar 2020 in Zürich


Kosmischer Anlass und Datum passten optimal zusammen. Saturn und Pluto gaben sich die Ehre, an einem Wochenende zu konjugieren. Der Kongress, vom Schweizer Astrologenverband sorgfaeltig organisiert und hochkaraetig besetzt, war sehr gut besucht und somit konnten wir Teilnehmer wiederum den Planeten die Ehre erweisen, sie in den jeweils achtsam geleiteten Meditationen von Alexandra Klinghammer und Verena Bachmann zu wuerdigen.
Die Konjunktion Saturn-Pluto bildet u.a. den Samen fuer tiefgreifende Generationen- und Zeitenwechsel. Die, die jetzt geboren werden, haben diese bedeutsame Saturn-Pluto Konjunktion in ihrem Radix und sind je nach individueller Stellung und Aspektierung dazu aufgerufen, den Zeitgeist tiefgreifend mitzugestalten, wenn sie an der Reihe sind.

Das letzte Mal, als Saturn mit Pluto im kardinalen Erdzeichen Steinbock konjugierte, war das Jahr 1518. Und wie immer, sind auch hochbrisante Zeitpunkte eingebettet in eine Periode des Übergangs. Bis dato tragfähige gesellschaftliche Fundamente der alten Zeit bewähren sich nicht mehr in der Gegenwart, neue, noch unsichere Horizonte zeigen sich schemenhaft wie eine Fata Morgana, sie erwecken übertriebene Hoffnungen und/oder wecken Ängste, was wiederum die Geburtswehen verzögert oder intensiviert. Karen Hamaker Zondag hatte ihren Vortrag über den Wandel der Zeiten mit einer schweren Geburt verglichen, bei der wie auch bei der individuellen menschlichen Geburt die Planeten Saturn, Pluto und Uranus maßgeblich beteiligt sind: Saturn im Sinne eines „no way out“, der Pluto markiert die heftigen Austreibungswehen und der Uranus ist das neue Ufer.
Mit der schönste Effekt eines sehr guten Astrologie-Kongresses wie der in Zürich ist das wieder entfachte Feuer, die wiedergewonnene jupiterhafte Überzeugung über den unvergleichlichen Wert der Astrologie. Ein Leben ohne Astrologie ist zwar möglich. Ob es aber sinnvoll ist? Wie Annarita Müller am Ende des Kongresses eindringlich formulierte: Astrologie ist eine Universalsprache, die alle Phänomene dieser Welt übersetzen und mit entsprechenden Kenntnissen aus anderen Bereichen erklären kann. Auch wenn sie per se nichts Schlimmes verhindern kann und wie im Leben die wahre Bedeutung einer Konstellation erst im Nachhinein erkannt werden kann. Denn alle treten wir hier an, um unsere eigenen Erfahrungen zu machen und um aus unseren eigenen Fehlern möglichst nachhaltig zu lernen.
Jedoch geben uns die Planeten und ihre Zyklen einen unvergleichlichen Schlüssel zur Hand, der intelligent und verantwortungsbewusst genutzt innerhalb der persönlichen Grenzen und über alle Grenzen hinweg Zusammenhänge herstellt wie keine andere Disziplin. Verantwortungsbewusste  Astrologie ist daher weiterzugeben wie der Wassermann das heilsame Wasser des Lebens aus den Fischen weitertransportiert. Stehen also diejenigen, die sich ernsthaft mit Astrologie befassen und diese aufgeklaert mit anderem Wissen verbindend verbreiten, auch hier vor einer neuen Zeit, einer wahren Wassermannzeit? Vor dem Ausblick erst mal zurueck zum Rueckblick, zur letzten Saturn/Pluto Konjunktion in Steinbock:

Anfang des 16. Jahrhunderts fand der Übergang in die Neuzeit statt, in deren Nachwehen wir uns in gewisser Weise bis jetzt befinden. Damals wurde in Europa die Devise beträchtlich mehr, höher, weiter und schneller mittels Buchdruck, Weltentdeckung plus Ausbeutung der neuen Kolonien und ihrer Einwohner modern, die die Grundlage schuf für den ökonomischen und wissenschaftlichen Aufstieg Europas, dessen Schatten wir bis heute spueren. Der Aufschwung verlief parallel zum Niedergang der arabischen Hochkultur in Suedspanien und zur Vorherrschaft der Türken in vielen islamischen Gebieten. Die protestantische Arbeitsethik wurde damals geboren, gipfelnd in der calvinistischen Schweiz. Irdische Leistung und Reichtum wurden in dieser Religion zum Maßstab dafür, ob der Mensch im Hinblick auf die himmlischen Gefilde erloesungsfaehig würde oder nicht. Aufklärung, Säkularisierung und Industrialisierung waren Folgen dieser neuzeitlichen, aufs Diesseits gerichteten Perspektive, die einherging mit sehr vielen wissenschaftlichen Erfolgen, auch auf medizinischem Gebiet. Die natürlich mit vielen entsprechenden, anderen planetaren Konstellationen einhergingen. Aber eines wird doch auch ohne Astrologie seit geraumer Zeit mehr als deutlich: Leistung im Sinne einer gezielten Ausbeutung von sich selbst (Burn out), dieses Planeten und ihrer Geschöpfe, mit dem Ziel einer masslosen sprich sinnlosen Akkumulation von Kapital und Besitz kann so nicht weiterbestehen, wollen wir uns selbst und unseren Mitgeschöpfen auf dieser Erde noch eine Daseinsberechtigung geben. Markus Jehle bereicherte seinen substanziellen Vortrag durch vier treffende Begriffe moderner Autoren: Infragilitaet (was hat wirklichen Bestand? Nassim Taleb), Unverfuegbarkeit (Hartmut Rosa) Komfortzonen Crushing (Till Gross) und Konsumverstopfung (Nico Paech). Der Mensch ist jetzt dazu aufgerufen, bewusster Hüter und Gärtner dieses Planeten zu werden. Indem er gezielt auf das verzichtet, was ihn selbst und die Umwelt vergiftet. Indem er die Unverfuegbarkeit von Mutter Erde sprich ihre natürlichen Ressourcen und Zyklen ausreichend respektiert und seine eigene Unverfuegbarkeit im Sinne von Freiheit, Regeneration und Nichtinstrumentalisierung individuell passend zurückgewinnt. Das kann durchaus auch eine Entsprechung von Uranus im Stier sein: (etwas) weg von unguten vereinnahmenden Zugehoerigkeiten bzw. Originalitaet, fundierte Unangepasstheit in droege Gruppenorganismen hineintragen.
Zurück zur beginnenden Luther Zeit:

Interessanterweise befand sich im ersten Fünftel des 16. Jahrhunderts auch der laufende Uranus im materiellen Zeichen Stier: die immensen Goldplünderungen der Spanier in Mittel- und Südamerika bescherten dem Land einen überraschenden und immensen Ueberfluss an Reichtum mit unreflektierter Gier nach Mehr. Anstatt die Briten einzuverleiben, machten sich diese clever zu den globalen Nachfolgern ihrer Verfolger. Luthers erfolgreiche Geißelung des Ablasshandels wiederum beendete rasch den bis dahin großen Geldtransfer an die katholische Kirche. Die Bankhäuser Fugger und Welser bestimmten die damalige globale Finanzwelt, alle weltlichen Herrscher hatten bei ihnen Schulden und waren dadurch von ihnen abhängig.

Das Thema Schulden in ökonomischer und ökologischer Hinsicht ist auch in jüngster Zeit bestimmend geworden. Kurz vor Weihnachten 2019 waren die Nachrichten in Deutschland voll davon, inwiefern hochverschuldete Städte und Gemeinden wieder handlungsfähig werden können oder nicht. Eine gerechte Verteilung/Übernahme der Altlasten auf allen Ebenen wird auch mit darüber entscheiden, wie wir in Deutschland in diesen Saturn-Pluto Zyklus starten werden, der 2055 enden wird. Uranus in Stier lässt Spielraum offen für überraschende Wendungen in der Banken- und Finanzwelt.

Die prominenten Gastredner auf dem Kongress wagten im Hinblick auf entsprechende Horoskope und Rückblicke auch einige Prognosen: Karen Hamaker Zondag aus Holland prophezeite eine Änderung der bisherigen Eurowährung. Sie belegte außerdem plausibel, dass Emanuel Macron weiterhin heftige Herausforderungen in Frankreich zu bewältigen hat. Hoffentlich nimmt ihm das nicht den Atem in Bezug auf seine inspirierenden Gedanken zur EU. Oder er wechselt wie Ursula von der Leyen aus dem engen nationalen Korsett möglichst schnell ins EU Parlament.
Markus Jehle beobachtete bei den Engländern unter dem Blickwinkel der Saturn-Pluto Zyklen im 20. Jahrhundert deren konstante Eigenheit oder auch unangepasste Sturheit, Grundlagen falsch zu legen: sei es bei der Nichtlösung der Palästina Frage im ersten Weltkrieg, später dann die willkürliche Grenzziehung von Indien, die einen Bürgerkrieg mit Hunderttausenden von Toten entfesselte. Und der jetzige Brexit legt auch keine reife Einstellung zur Realität nahe. Denn im Unterschied zu früher verfügen die Briten über kein Empire mehr, als riesige ausbeutbare Ressource zu Gunsten weniger.  
Clemens Ludwig beleuchtete diverse Horoskope im Kontext Islam. Beeindruckend der Verlauf der Sonnenfinsternis von 622, kurz vor dem Auszug Mohammeds nach Medina (Hidschra). Sie verlief präzise entlang der Länder, die bis heute vom Islam nachhaltig geprägt sind. Mekka und Medina lagen in ihrem Kernschatten.
Ob der Islam jedoch aufklärungs- sprich reform- und nachhaltig dialogfähig ist? Im Horoskop der Hidschra ist passenderweise das Element Luft überhaupt nicht vorhanden, es zeigt jedoch durch die momentanen Transite, dass große Änderungen anstehen. In nicht wenigen muslimischen Ländern wächst die Anzahl der Jugendlichen, die im Islam keine verbindliche Lebensform mehr sehen. Uranus im Stier könnte hier also auch nachhaltig auf bis dahin feste Gruppierungen und Zugehörigkeiten destabilisierend wirken. Solange aber dort keine wirksame andere Perspektive entsteht in Form von ausreichend sozialer Gerechtigkeit, Gleichberechtigung, ausreichend Bildung und Aussicht auf gute Arbeit und Lohn, wird weiterhin in jenen Ländern ein bedrohliches Vakuum bestehen bleiben.


Was macht 2020/2021 so besonders?

Monica Kissling und Verena Bachmann erläuterten mit passend ausgewählten Rückblicken auf wesentliche Konstellationen sehr gut die kosmische Dramatik von diesem Jahr, die auch noch ins nächste und uebernaechste hereinragen wird. Entspannung ist daher nicht vor 2023, bei den Chinesen nicht vor 2025 in Sicht:

1. Die Saturn Pluto Konjunktion im Januar bildet die machtvolle Ouvertüre, die bis 2055 der tragende Basso Continuo bleibt. Sie greift u.a. die Neptun/Uranus Konjunktion Ende Steinbock von 1992 auf. Eine zentrale Frage kann hierzu lauten: Welche Träume, Illusionen und guten Impulse bildeten sich vor dem Hintergrund der damals stattgefundenen Wiedervereinigung und erfüllten sich nachhaltig (nicht)? Was waren die historisch-sozialoekonomischen Gründe, deren unreflektierten und unintegrierten Folgen sich u.a. durch Gründung und Zunahme der AfD, Ausländerhass, fehlende Visionen in der Regierung und Wirtschaft etc. artikulierten? Und wie lassen sich diese Defizite beheben? Ray Merriman brachte Saturn Pluto mit allem, was nachhaltig repariert werden kann und muss, in Zusammenhang. Ach, da gibt es immens viel zu tun….

2. Zwischen April und November 2020 konjugiert Jupiter drei Mal mit Pluto. Im nachhaltig wirkenden kritischen letzten Drittel von Steinbock. Es geht in diesem Zusammenhang um die Frage, welchen Werten wir nachhaltig folgen wollen und müssen. Welche unwiderruflichen Folgen und Schatten haben gewisse wissenschaftliche Erkenntnisse und deren konsequente kollektive Umsetzung? Haben wir Mut, unser eigenes Inneres, unseren Schatten, individuell und kollektiv ehrlich anzusehen, zu erkennen und zu wandeln, ohne dass wir uns, unsere Mitmenschen und die Welt einseitig/starr in böse und gut aufspalten? Aber auch ohne dass wir in einer unverbindlichen laehmenden Wischi Waschi Haltung verbleiben?

3. Die immensen Brände in Australien, Kalifornien und Brasilien rufen apokalyptische, ggf. Panik evozierende Eindrücke hervor. Die Welt steht buchstäblich in Flammen und wir müssen uns der Tatsache stellen, dass am 6. Massenaussterben der Arten nicht mehr Eiszeiten, Vulkanausbrüche oder Meteoriten schuld sind, sondern wir Menschen. Zu trockene Sommer und beginnende Waldbrände im Sommer in Mitteleuropa zeigen auf, dass das brennende Inferno ggf. nicht nur das Problem der anderen sein wird.
Der maximale Druck kann laut Monica Kissling auf der anderen Seite zur maximalen Chance werden, zum Jahr des kollektiven Erwachens.
Gleichzeitig halten „alte geistig retardierende Männer“ noch höchst folgenreich an der Macht fest. Im schlimmsten Fall wie Trump, unter Einfluss der Evangelikalen, daran glaubend, von Gott auserwählt zu sein….Ihnen gegenüber steht u.a. die Macht der Jugend, verkörpert durch Greta Thunberg und ihrer Friday for Future Bewegung. Greta hat passenderweise in ihrem Horoskop eine Steinbock Sonne in Konjunktion mit Chiron sowie den Mond im Steinbock. Olaf Staudt attestierte ihr in seinem spannenden Vortrag über Spiegelpunkte auch eine Sonne Pluto und Sonne Saturn Verbindung. Diese schwedische Wikingerin wird jedenfalls nicht locker lassen! Die Spiegelpunkte Trumps geben in ihrer jetzigen Frequenz weniger Anlass zur Freude: Sonne Uranus und Sonne Neptun. Der Mann ist so, wie er (noch) ist, einfach im falschen Job. Angenommen, das Impeachment Verfahren zeitigt Fruechte oder er gewinnt die Wahlen doch nicht und liesse sich coachen, würde ich ihm empfehlen, in amerikanischen Country Clubs (Saturn/Venus im Krebs im 11. Haus) und in internationalen Lion Clubs als berühmter Zauberkünstler aufzutreten. Vor riesigem Publikum ein Kaninchen aus dem Zylinder zu zaubern oder Melania und andere Frauen illusionistisch zu zersägen, ist doch auch was…am besten assistiert von Boris Johnson und vom derzeit gepeinigten Woody Allen...
Die Grade 22 bis 25 Steinbock sind auch im Horoskop der USA besonders brisant. An dieser Stelle konjugiert Jupiter das dritte und letzte Mal am 12.11., also zum Zeitpunkt der Wahlen in den USA. Jupiter Pluto symbolisiert u.a. einen umfassenden Wertewandel. Wie soll berechtigte Hoffnung (Saturn/Jupiter) in Zukunft aussehen?

Diese wird hoffentlich gewaltlos, jedoch nicht einsatzlos zu gewinnen sein:
Denn das feuerbetonte Quartett Chiron, Lilith, Eris und Mars im Widder fordert dieses Jahr zur inneren und/ oder aeusseren Mobilmachung auf. Monica Kissling machte auf Gefahren und Chancen dieser Konstellation aufmerksam: „Anger is initiatory, it is not transformative“! Den eigenen Zorn wahrzunehmen, ist sozusagen der Motor, das Feuer, um die eigene Transformation zu beginnen und wach zu halten. Der Zorn darf jedoch nicht blind an anderen ausagiert werden. Heilung bedeutet maßgeblich, sich seiner eigenen Wunden gut anzunehmen. Auch hier entscheidet wiederum individuelle Bewusstheit bzw. der Wille dazu, ob aus den Konstellationen radikale Ehrlichkeit, Bewusstsein um Verwundbarkeit und die nötige Empathie mit sich selbst und anderen geboren werden, dahingehend, auch Schwächeren wie Tieren, Frauen, Kindern, indigenen Völkern etc. eine Stimme zu verleihen oder es bei einseitigem sturem Widerstand, Dialogverweigerung und gewaltvoller Radikalisierung bleibt.

4. Diese dramatisch-vielstimmige, komplexe Komposition mündet in die große Konjunktion Saturn-Jupiter auf 0 Grad Wassermann im Dezember. Abgesehen von der einmaligen Jupiter/Saturn Konjunktion 1980 in Waage, findet diese nach 800 Jahren (!) wieder in einem Luftzeichen statt. Auch die nächsten Saturn-Jupiter Konjunktionen werden über einen Zeitraum von 180 Jahren in Luftzeichen stattfinden. Im besten Fall entstehen hier neue befreiende Perspektiven, neue Ideale, die uns Menschen beflügeln und ausreichend einen, jenseits von Gruppenzwang, Machtgier und Verlust von Individualität.


Zusammenfassend lässt sich sagen: Die Saturn-Pluto Konjunktion am 11./12. Januar 2020 ist der Beginn einer neuen Ära, die sich schon länger ankündigt.
Die dreifache Konjunktion Jupiter mit Pluto im Steinbock legt 2020 einen weiteren nachhaltigen Samen dafür, was wir zukünftig unter Ethik und nachhaltigen Werten verstehen wollen. Was als gut und was als böse und verdammenswert definiert wird. Im schlimmsten Fall finden Zwangsmissionierungen welcher Art auch immer statt.
Diese Ballung im überpersönlichen Erd-Zeichen Steinbock wird herausgefordert durch drei Planeten/Brennpunkte im Widder: Chiron, Lilith, Eris und Mars. Letzterer wandert Ende Juni in sein impulsives Heimatzeichen und könnte den Konflikt zwischen dem, was ich muss und dem, was ich will, nachhaltiger entfachen. Je nach Bewusstseinslage und Entscheidung kümmern sich die einen ehrlich und selbstverantwortlich um ihre Wunden, versuchen sie nicht blind auszuagieren, sondern achtsam wahrzunehmen und damit zu wandeln, im besten Fall zu heilen. Die (noch) nicht Einsichtigen könnten erst recht rachsüchtig und verletzt ihre inneren Wunden individuell und kollektiv ausagieren, was zu heftigen Eskalationen führen könnte. Die Schlüsselfrage „Was ruft nach meiner Zuwendung?“ sowie Handeln aus dem eigenen inneren Feuer kann hier heilsame Aktionen in Gang bringen.
Monika Kisslings tröstliche Botschaft zitierte Pablo Neruda auf Englisch. Sie ist ein wundervolles Beispiel für den dynamischen Konflikt zwischen Natur und menschlichem Geist: „You can cut all the flowers but you cannot keep spring from coming“.

Anstatt wie bisher den sinnlosen Konflikt zwischen begrenztem menschlichem ausbeuterischem Geist (degeneriertes Yang bzw. Merkur/Mars) und der all-mächtigen Natur eskalieren zu lassen, ist es not-wendig, unseren menschlichen Geist zu erweitern bzw. ihn auf eine empathisch, archetypisch weibliche Art zu erweitern und zu sensibilisieren. Verena Bachmann und Sibylle Sulser verdeutlichten eindrucksvoll das integrale Pluto- und Saturnprinzip. Wir sind noch längst nicht das, was wir sein könnten. So wie die Hirnforscher erkannt haben, dass wir nur einen Bruchteil unseres Gehirns nutzen, so ist uns noch lange nicht der transpersonale Bereich von Uranus, Neptun und Pluto vollständig zugänglich. Aller guten Dinge sind drei, dieser dem synthetisierenden Jupiterprinzip gewidmete Satz gilt auch für diese transpersonalen Planeten in mehrfacher Hinsicht. 1786 wurde der Planet Uranus entdeckt, im Vorfeld der amerikanischen und französischen Revolution. Der erste Umlauf entspricht der Kenntnisnahme im Sinne „Worum geht es?“
Der zweite Umlauf entspricht der Bewusst-Werdung auf allen Ebenen, körperlich, seelisch, geistig. Im dritten Umlauf ist die konkrete Nutzung möglich. Bei Uranus sind wir immerhin so weit. Der Prozess der Digitalisierung, die Erkenntnisse im Bereich Neurologie, Psychologie, Kreativität sind so weit gediehen, dass wir Uranus ausreichend verstehen sprich integrieren und anwenden können.
Bei Neptun sind wir erst im zweiten Durchlauf und bei Pluto haben wir im Verhältnis zum Zeitpunkt seiner Entdeckung erst die Opposition erreicht! Umso gefährlicher ist es daher, ihn schon physisch zu nutzen in Form von Kernkraft. Dabei ist er laut Sibylle Suser das höchste geistige Prinzip, das konstruktiv gelebt tiefe innere Wandlung, Eros und geistiger Wille, der alles transformiert, beinhaltet. Aus den Schlacken Plutos entsteigt der Phoenix. Anders gesagt kann man formulieren: Mit Pluto fängt alles an! Das entspricht der Erkenntnis der Alten Griechen, laut der Eros der mächtigste aller Götter ist. Oder sich selbst befruchtender Göttinnen. Denn aus dem dunklen Schoss Gaias entspringt der Himmelsgott Uranos. Ungeachtet der großen Anzahl von Göttinnen war die Welt der Alten Griechen schon patriarchal geprägt. Männliche Gottheiten hatten die Machtposition der weiblichen Vorläuferinnen eingenommen.
Das ist jetzt wohl gemerkt keine Wertung oder Propaganda Zurück zum Matriarchat! Dieser Wandel hatte sicher u.a. den Sinn, ein individuelles Bewusstsein entwickeln zu können, sich aus dem vereinnahmenden dämmrigen Gruppenbewusstsein zu entfernen. Im besten Fall entsteht jetzt ein neuer Umgang der Geschlechter mit einer neuen bedarfsorientierten Wertigkeit und Angemessenheit der Yin und Yang Energie. Innerhalb eines bewussten Individuums und innerhalb einer bewussten Gruppe oder Gesellschaft.

Dass Saturn bis heute sein negatives Image, das Strafende, Verbietende, Humorlose, Strenge beibehalten hat, liegt nach Verena Bachmann auch an seiner seit Tausenden von Jahren einseitig männlich aufgefassten und damit degenerierten Ausdrucksform. Vergessen wir nicht: Saturn hat als Herrscher des weiblichen kardinalen Erdzeichens Steinbock eine ursprünglich organisch-weibliche Seite. Ergänzt um die männlich luftige als alter Herrscher des Wassermanns, dessen Berufung es war, die tiefgründigen Wasser des Lebens zu verteilen. Die kardinale Achse Krebs Steinbock ist eine wesentlich weibliche, wie sie sich im Bereich Erziehung wundervoll ausdrückt. Eine Mutter muss auch angemessen streng sein können, damit ihre Kinder Familien- und Lebensgesetze kennen lernen und respektieren. Tiermütter erziehen ihre Nachkommen dahingehend, dem Leben gewachsen zu sein. Dieser Aspekt kommt bei Eltern, die von ihren Kindern geliebt werden oder die gar aus ihnen ein Prestigeobjekt machen wollen, definitiv zu kurz. Mit Folgen, die die ganze Gesellschaft dann tragen muss.

Wir Menschen sind dazu aufgerufen, Saturn wieder in seiner wesensgemaessen Frequenz zu leben. Ist er doch nicht zuletzt als Hüter der Schwelle der Planet der Inkarnation und irdischen Formgebung! Zusammen mit Lilith und Eris verkörpert Saturnia nach Verena Bachmann das machtvoll-lebendige Gaiaprinzip. Was mir sehr einleuchtet.
Wenn wir lernen, eigenverantwortlich-bewusst zu wählen und angemessen zu den Konsequenzen unserer Wahl zu stehen, bewusst zu verzichten, Lebens- und Naturgesetze zu respektieren im Einklang mit unserer Eigenart, kann sich der kommende Saturn-Pluto Zyklus als erfreuliche Regeneration und Re-Naissance hin zu unserer wahren menschlichen Natur entwickeln. Wenn wir uns dafür entscheiden und nicht der Illusion verfallen, das perfekte Resultat nur auf Mausklick hin mühelos zu bekommen.

Das entspricht durchaus der Mythologie Saturns in seiner erfreulichen Ausprägung. In einer Variante schnitt er seinem idealbesessenen, kinderfeindlichen Vater Uranos den Penis ab, um selbst der Boss zu werden. Später wurde er von seinem Sohn Jupiter entthront. In einer anderen Variante entwich er auf eine Insel, auf der er fortan mit Gleichgesinnten das Goldene Zeitalter einläutete.





 



















 

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Fische oder vor welchem Hintergrund wollen wir leben?

Die Astrologin Liz Greene schrieb einmal, die Menschheit sei sich der wirklichen Frequenz von Wassermann und Fische noch nicht bewusst. …

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Ich kenne immer noch nicht alle Filme von Woody Allen, aber etliche. Und die meisten finde ich klasse, wenn sie diese unvergleichliche Mischung zwischen komisch und tragisch in sich haben: vordergründig leicht und amüsant, aber hintergründig nachdenklich bis abgründig.
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23.9.23 8.50 Uhr bis 23.10.34, 18.21 Uhr: Die Sonne durchwandert das kardinale Luftzeichen Waage

Waage oder die Macht der bewussten Entscheidung


Die Waage ist in mehrfacher Hinsicht ein gewichtiger Gegenstand - zum Wiegen, Messen und übertragen auf das geistige Gebiet dient sie der Beurteilu…

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23.8.23, 11.01 Uhr bis 23.9.23, 8.50 Uhr: Die Sonne durchwandert das veränderliche Erdzeichen Jungfrau


Bienenfleissig, brav, präzise und angepasst - so lauten die gängigen Klischees über das Tierkreiszeichen Jungfrau. Die zynische Kurzzusammenfassung lautet „Korinthenkacker“.

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Krebs oder Was ist Heimat?

Das kardinale Wasserzeichen Krebs bildet mit dem kardinalen Erdzeichen Steinbock eine der zwei Kardinalachsen des Horoskops, individuell und kollektiv gesehen. Star…

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