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Nature and Spirit

Blog Post


23.9.23 8.50 Uhr bis 23.10.34, 18.21 Uhr: Die Sonne durchwandert das kardinale Luftzeichen Waage

Waage oder die Macht der bewussten Entscheidung


Die Waage ist in mehrfacher Hinsicht ein gewichtiger Gegenstand - zum Wiegen, Messen und übertragen auf das geistige Gebiet dient sie der Beurteilung und in der Justiz der Gerechtigkeit. So objektiv wie möglich. Dabei verstehen wir unter objektiv meist „losgelöst“. Doch so lange wir leben, sind wir nicht vollkommen losgelöst! Wissen zumal seit Bestehen der Quantenphysik, dass der Standpunkt des Beobachters das Beobachtete mit beeinflusst. Im Guten wie im Schlechten. Positiv gesagt, sind wir immer irgendwie bzw. indirekt mit dem Beobachteten verbunden und schildern aus einem oft teilweise unbewussten Standpunkt das Gesehene, Gehörte. Besser ist es deshalb, sich dessen bewusst zu sein, welche Aspekte uns mit dem Beobachteten und Anzustrebenden verbinden. Und inwieweit im Laufe des Prozesses blinde = unbewusste Flecken mit hineinspielen. Die im Übrigen nötig sind, um uns selbst als Teil der Evolution zu entwickeln. Denn wären wir alle erleuchtet, erübrigt sich die Inkarnation.

Sind wir nicht einmal indirekt mit dem Beobachteten in Resonanz, geht uns die Sache sozusagen am Arsch vorbei. Gleichgültigkeit im negativen Sinne. Objektiv würde ich daher definieren als möglichst bewusst, inwiefern wir mit dem Beobachteten verbunden sind. Und sei es als eigene Motivation am Thema. Weitestgehend basierend auf seriösen = nachprüfbaren Fakten, sich eigener Erwartungen bewusst, eingebettet in einen bestimmten individuellen und/oder gesellschaftlichen Kontext, und mit der geduldigen Haltung, möglichst viel vom Nichtbewussten/nicht Gewussten bewusst zu machen. Um darauf aufbauend eine angemessene Perspektive auch zur momentanen Beurteilung zu entwickeln. Wir sollten möglichst vieles auch mit einer notwendigen oder wünschenswerten Perspektive bezogen auf die Zukunft bemessen und beurteilen, die sich im wichtigen Fragewort verdichtet: Wozu?

Darüber hinaus entspricht die Waage den Grundsätzen der Ästhetik, Schönheit und Wahrheit, die alle auf bestimmten Prinzipien und deren Anwendung beruhen. Verlieren wir diese Prinzipien, wenden wir sie nicht mehr ausreichend und im guten = richtigen Sinne an, verlieren wir individuell und kollektiv das Gleichgewicht. Und können in diesem Sinne eigentlich nicht mehr menschlich genannt werden. Wir verfallen der Korruption, im Innen und im Aussen.

Die Waage ist im Tierkreis das einzige Tierkreiszeichen, das einen Gegenstand verkörpert, das heisst kein Tier (Widder Stier etc.) und auch keinen Menschen darstellt wie beispielsweise die Zeichen Jungfrau, Zwillinge und Wassermann. Sie steht dem kardinalen Feuerzeichen Widder entgegengesetzt und bildet mit ihm die sogenannte Achse der Begegnung.  Diese Achse wird die nächsten eineinhalb Jahre von der laufenden Mondknotenachse durchwandert und im besten Fall wird uns in dieser Zeit mehr bewusst, was es mit unseren eigenen Anliegen und wie wir sie kommunizieren, auf sich hat. So dass im besten Fall win win Situationen entstehen.
Die Waage bildet mit dem veränderlichen Doppelzeichen Zwillinge und dem fixen Luftzeichen Wassermann das sogenannte Luftdreieck. Das Element Luft steht für unsere Fähigkeit zu abstrahieren, uns sozusagen von oben zu betrachten, um durch einen übergeordneten Blickwinkel das Ganze zu sehen und im besten Fall auch das Element, das Detail, das uns fehlt. Um irgendwann - und dieses wann haben wir oft nicht im Griff - zusammen mit Gleichgesinnten Ganzheit und Ausgewogenheit zu erreichen. Das Teamzeichen Wassermann erhöht beträchtlich die Chance, dass verhängnisvolle blinde Flecken rechtzeitig entdeckt werden. Solange das nicht der Fall ist, sind wir zumindest in den Gedanken und in der Theorie frei und vollkommen. Und daher steht das Element Luft auch für die Freiheit und Schönheit des Geistes.

In der Häuserfolge nimmt die Waage einen gewichtigen Platz ein. Sie steht im 7. Haus der Begegnung mit Ideen und Menschen und damit am Beginn des geistigen Quadranten. Nach Vollendung der unteren Hälfte von Haus 1 bis Haus 6, die die körperliche und seelische Individualität bilden, ist die Waage damit die Öffnung zur Integration und Filterung der Aussenwelt. Die auch eine Gefahr für unser bisheriges System darstellen kann. Oben rum folgt die Waage auf den Skorpion, unten rum auf die Jungfrau.

Der Skorpion steht fuer unser individuelles und kollektives Erbe, im positiven und negativen Sinne. Skorpion steht daher auch für die Wiedergeburt, das Karma, das wir im Laufe eines Lebens anhäufen. Und Skorpion ist wohlgemerkt weiblich und fix im Sinne von an-ziehend. Der Skorpion in seiner Funktion als Reservoir für das, was jemals war, vergisst nichts. Denn es geht nicht nur um unser individuelles Leben, es geht immer auch um das Grosse Ganze, das wir bewusst und unbewusst mitgestalten. Die Astrologie sieht im Grossen Ganzen das Zeichen Fische und das 12. Haus. Die Wissenschaft hat es durch Rupert Sheldrake das morphogenetische Feld genannt. D.h. alles, was wir tun und nicht tun, hinterlässt einen unsichtbaren Abdruck.
Inwieweit ist das Grosse Ganze intakt oder eben nicht? Inwiefern ist ein mehr oder weniger grosser Ausgleich gefordert? In der Mythologie der Alten Ägypter wurde das Herz der Verstorbenen auf einer Waage gewogen. War es zu leicht, d.h. zu oberflächlich, bestand es die Prüfung zum Aufstieg in die höheren Welten nicht.

Die Jungfrau wiederum steht im besten Fall für „Aussteuerung des Seelischen gegenüber Umweltbedingungen“ wie es der Astrologe Wolfgang Doebereiner passend formulierte. Wenn die körperliche und sprachliche Motorik im ersten Quadranten ausgebildet ist, folgt mit dem Krebs in Haus 4 der seelische Quadrant. D.h. authentisches Fühlen (Krebs) und sein Ausdruck (Loewe) sollten in den Lebensbedingungen mit dabei sein, sonst werden wir nämlich krank. Weil wesentliche Anteile von uns nicht gesehen und beachtet werden. Sollte in den Kinderjahren das Elternhaus darauf ausreichend achten, müssen wir später für uns selbst ausreichend eintreten. Um weiterhin authentische Loewe=Lebenskraft im Sinne unseres 5. Hauses zu generieren. Gelingt uns das warum auch immer nicht, werden wir krank.
Daher steht das 6. Haus in der traditionellen Astrologie auch für das Thema Krankheit. Nach wie vor aktuell - denn sehr viele Menschen landen in unseren verschleissenden Arbeitsprozessen in Burn outs und anderen Krankheiten. Das beeinflusst natürlich unsere Wahrnehmung und unsere Lebensnotwendigkeiten in Bezug auf Heilung (12. Haus, Fische) und auch unsere Wahrnehmung in Bezug auf die Aussenwelt (Waage). Wir sind in diesem Fall bedürftig und brauchen heilende Impulse als Ausgleich, wenn wir wieder gesund werden wollen. Doch auch hier sind wir gefordert, Entscheidungen (7. Haus, Waage) zu treffen: Welche Ärzte, Heilpraktiker, Behandler nehmen wir als glaub-würdig wahr? Welchen vertrauen wir uns an? Gesundung beginnt mit der Sorgfaltspflicht uns selbst gegenüber.

Übertragen auf das Grosse Ganze (Staat und Staatenunionen wie die EU) sollte uns allmählich auffallen, dass unsere Regierungen schon lange keine Sorgfaltspflicht mehr im guten Sinne ausüben und daher auch die Waage Prinzipien Fairness, Ausgewogenheit, Gerechtigkeit, Wahrheit mit Fuessen getreten werden.

Ein Teil der jetzigen Konstellationen am Himmel (z.B. Pluto in Wassermann, der als entferntester Planet unseres Sonnensystems damals noch gar nicht entdeckt war) konstellierte sich auch in Zeiten der Aufklärung vor ca. 250 Jahren, die wohlgemerkt in der Französischen Revolution und anschliessend in einer repressiven, stockkonservativen Restauration in ganz Europa mündeten. Dabei war diese Revolution auch kein verordnetes Schicksal! Aufgeklärte Astrologie nenne ich diejenige, die die Verantwortung und Bewusstheit der Menschen an erster Stelle listet. Und die eines grundsätzlichen ganzheitlichen Trainings bedürfen, das regelmäßig wiederholt gehört. Hätte die damalige monarchisch absolutistische Regierung von Ludwig XVI. viel früher und kompetenter auf den schon lange existierenden gesellschaftlichen Notstand reagiert, anstatt sich nur um sich selbst und ihre komplett abgehobenen Luxusansprüche zu drehen, wäre diese Gewaltorgie nicht passiert. Genauso wie alle anderen schrecklichen kollektiven Deformationen davor und danach. Medizinisch und politisch gilt die Devise, Vorbeugung ist besser als Heilung.

Wenn es eine Parallele zwischen jetzt und damals oder auch zwischen der Lutherzeit (siehe mein Artikel „Nach wie vor hochaktuell“) und heute gibt, dann diese: Aufzuwachen, gewaltfreie, bisweilen unbequeme Entscheidungen zu treffen, die uns individuell und kollektiv langfristig aus der Misere herausführen. Auch wenn die Zukunft noch nicht da ist, die wir letztlich alle gerne hätten: ausreichend grün, frei, demokratisch, gerecht, kreativ und wirtschaftlich prosperierend. Doch eines scheint jetzt immer mehr Bürgern klar zu werden: mit den jetzigen Grünen wird diese grüne Zukunft zum faschistoiden Alptraum. Gleichzeitig übersehen die Grünen (bewusst oder unbewusst?), dass die Windräder meist still stehen und es schon längst wirksame ökologische Lösungen wie die cradle to cradle Strategien von Prof. Michael Braungart und CO2 Umwandler in Form von Dan Rosegaards genialen Luftstaubsaugern gibt! Das heisst, das wahre Problem ist  nicht das CO2, sondern der einseitige, feindbildgepraegte, manipulierte Umgang damit.

Stellte man diese Luftumwandler in allen Städten auf, würde man alle hässlichen Fassaden konsequent begrünen, hätten wir längst kein CO2 Problem mehr und Juweliere überdies ein tolles regionales Zusatzeinkommen. Denn diese Luftstaubsauger komprimieren das gespeicherte CO2 zu Diamanten! Damit werden wir von den oft ausbeutenden Diamantminen in Südafrika und sonstwo unabhängig.
Kurz gesagt: Je mehr CO2, desto mehr Diamanten! Und sind nicht diamonds girls best friends?
Dan Rosegaards Staubsauger sind zudem eine nützliche konkrete Illustration der Achse Widder-Waage: Zivilbedingte CO2 Energie (Widder) verwandelt sich in saubere Luft, Schönheit und Ästhetik (Waage).

Diese frohe Botschaft von Minus x Minus zu Plus Plus mag dazu beitragen, möglichst mit guten Alternativen versehen, den Mut zu haben, aus der Angst oder auch Unwissenheit auszusteigen.

Passenderweise hat die die Waage verkörpernde Lady ein Schwert in der Hand, das für Mut zur Ent-Scheidung steht und das auch mit der Kopf- Herz- und Bauchintelligenz in Verbindung steht.  Damit kommen ausgereifte, ausgewogene Entscheidungen zustande, die immer auch ihre Zeit brauchen.
Das heisst, gut überlegt und gemeinsam ist mit allen Lagern offen ins Gespräch zu kommen. Um pruefend abwaegend die auf die jeweilige Situation bezogene passende Entscheidung zu treffen. Die auch mein Anliegen beruecksichtigt. Denn auch das heisst Waage: Begegnung, ohne die eigene Motivation sprich den Widder in uns zu vergessen! Denn nur wir selbst können für uns selbst eintreten! Und sollten Richtung Reife faehig werden, dabei die anderen nicht zu vergessen. Mein Motto, das mir regelmäßig auch immer wieder Schwierigkeiten mit anderen einbringt, lautet gemäß eines Rabbis: „Wenn ich nicht für mich spreche, wer tut es dann?“
In jeder Begegnung (Waage oder 7. Haus) ist, ob wir wollen oder nicht, immer auch der Widder bzw. unser erstes Haus, sprich das eigene Anliegen, mit dabei. Je mehr wir uns unsere Anliegen in Auseinandersetzung mit der Aussenwelt bewusst machen und diese gewaltfrei kreativ mit Gleichgesinnten auch zu deren Gunsten verwirklichen, desto weniger haben Rattenfänger welcher Couleur auch immer eine Chance.

Waage Zeit ist klassischerweise oft Wahl-Zeit. Am 7./8. Oktober sind die Landtagswahlen in Bayern. Und hier hoffe ich, dass diejenigen, die gegen Hubert Aiwanger ihre Schmutzkampagne gestartet haben, diese als Bumerang postwendend zurückbekommen. Meine Prognose lautet: Die Freien Wähler werden zulegen. Was die Grossdemo in Berlin am 3.10.23 in Berlin angeht, bin ich skeptisch, ob sie auf die Bundesregierung einen wirksamen Eindruck machen wird. Besagt die Daueraugenklappe von Olaf Scholz, dass er sich dauerhaft unter den Plünderern dieser Welt sieht? Gwiss nix woass mer need….sagt der Bayer so schön. Wie im Lotto sind diese Prognosen ohne Gewähr.
Ich wünsche allen Lesern einen schönen, einsichts- und perspektivenreichen Herbst!







 

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